Kein glückliches Ende für Appenzell zwei in Heiden
Lange war die 4.-Liga-Partie zwischen Heiden und Appenzell 2 am Samstag auf Messers Schneide, ehe die Vorderländer Gastgeber mit 2:1 sie zu ihren Gunsten entschieden – mit einer gehörigen Portion Dusel.
Obschon die Tabelle in dieser frühen Saisonphase noch wenige Anhaltspunkte über die Rollenverteilungen liefert, war die Brust der Gäste breit. Mit sechs Punkten und damit der dreifachen Ausbeute des FC Heiden gastierten die Innerrhoder auf dem Sportplatz Gerbe. Der Favoritenrolle konnten sie jedoch nicht gerecht werden, dafür hielten die Hausherren zu gut dagegen und es entwickelte sich ein munteres Auf und Ab. Ein erstes Hoch durften die Gastgeber nach rund 20 Minuten erleben, als sie die Appenzeller bei deren kurz ausgeführtem Abstoss forsch anliefen und einen halbherzigen Querpass der Innerrhoder Abwehrreihe Schneider-Sonderer provozierten. Der Heidener Gian Luca Verona bekundete keine Mühe, die Kugel an Appenzells Hüter Adrian Koster vorbei zu spedieren – ein Traumstart des FC Heiden.
Andreas Rusch mit dem Ausgleich
Von einem Weckruf zu sprechen, wäre vermessen – gleichwohl animierte der Gegentreffer zunächst eher den Gast. Versuchte dieser sich vornehmlich über die Aussenbahn, fehlte entweder eine Schuhlänge im Abschluss oder die nötige Präzision. Der einheimische Torhüter Sandro Marent musste mehrfach eingreifen und hielt die Null bis zum Pausenpfiff. Auch wenn der junge Valentin Alpiger mit viel Schwung zweimal gefährlich in die Nähe von Adrian Koster kam (30./39. Minute), am Ergebnis änderte sich nichts mehr. Doch eben dies wollte der FCA nach dem Pausentee unbedingt – und Andreas Rusch ganz besonders. Versprang ihm der Ball in Minute 48 noch unglücklich, agierte er fünf Minuten später effektiver und sorgte für 1:1 Gleichstand.
Ein Treffer, der nicht hätte zählen dürfen
Die Gäste hatten nun ihre beste Phase und brachten den FCH immer wieder in die Bredouille – vor allem im Konterspiel zeigten sie viel Qualität, auch wenn einer dieser Konter wie bei der Chance von Keanu Lippuner (56. Minute) nicht erfolgreich zu Ende gespielt werden konnte. Mit fortlaufender Spieldauer fand auch der FCH wieder ins Spiel – und die Vorderländer wollten ebenfalls noch ein Wörtchen um die drei Punkte mitreden. Mit Beginn der Schlussviertelstunde umkurvte der einheimische Gian Luca Verona den Gästetorwart Adrian Koster flink und spielte den Ball im letzten Moment quer zur Mitte, wo Livio Abderhalden zur neuerlichen Führung einschob. Die Gäste protestierten vehement – und dies zu recht, denn bei Veronas Querpass befand sich die Kugel bereits ausserhalb der verlängerten Torlinie. Die Innerrhoder sahen auch einen Ausserrhoder im Abseits. Der Unparteiische entschied dennoch auf zwei zu eins – und dabei blieb es bis zum Schluss. Auch deshalb, weil der FC Heiden mit seinen folgenden Konterchancen zu verschwenderisch umging. Letztlich fiel dies nicht mehr ins Gewicht und Heiden sicherte sich den Sieg, auch wenn eine gehörige Portion Dusel am Schluss spielentscheidend war. Nach je vier Partien liegt Appenzell mit sechs Punkten auf Rang vier und Heiden mit fünf Zählern auf Rang sechs. Lua/mk