Ems gewinnt gegen FC Appenzell 3. Liga die entscheidenden Duelle
Die 1. Mannschaft des FC Appenzell kann weiterhin nicht die erwarteten Leistungen abrufen und verlor am Sonntagnachmittag bei Ems 1 nach krassen Eigenfehlern mit 0:4. Eigentlich war es ein ausgeglichenes Spiel und für den FCA ein Unentschieden möglich gewesen.
Wie bekannt musste Appenzell auf eine grössere Zahl verletzter und abwesender Spieler verzichten, sodass mit Andreas Sonderer und Manuel Fässler auch zwei Akteure zu Teileinsätzen kamen, welche am Samstagabend auch schon bei der zweiten Mannschaft mitwirkten. Für Trainer Marco Pola fehlte es nicht am Willen seiner Elf. Die Bündner gewannen halt die entscheidenden Duelle. Auch fällte der Schiedsrichter bei einigen nicht immer klaren Situationen einige unglückliche Entscheide zuungunsten der Gäste, wobei die Niederlage aber nicht beim Ref gesucht werden darf.
Abseits oder nicht?
Die Appenzeller gingen mit der Devise "einander helfen" in die Partie, welche ausgeglichen startete. Nach zwei "kleineren" Interventionen von Torhüter Pascal Albrecht gelangten die Einheimischen nach 20 Minuten zu einer etwas grösseren Chance, doch der Gästetorwart lenkte den Ball zur Ecke. 60 Sekunden später kamen auch die Innerrhoder zum ersten Eckball. In der 31. Minute waren sich die Akteure beider Seiten nicht einig, ob bei einem Befreiungsschlag aus der Emser Abwehr Lanfranchi noch in der eigenen oder schon der gegnerischen Platzhälfte startete. Auch der Schiedsrichter sah es nicht und liess weiterlaufen. So konnte der Bündner der Innerrhoder-Abwehr enteilen und alleine vor Pascal Albrecht das 1:0 für seine Farben erzielen. Die Gäste mussten nun zuerst wieder in die Partie finden. Kurz vor dem Seitenwechsel konnte der einheimische Keeper einen Freistossball aus 30 Meter von Marco Hörler im Nachfassen festhalten und nach einem schönen Angriff und einem Flankenball von Dimitri Wyss einen Kopfball von Roger Müller abwehren.
Tiefschlag nach zwei Minuten
Als nach Wiederbeginn in der 47. Minute Kushtrim Rexhepi einen Ball verlor und ein Einheimischer aufs Tor schoss wehrte Mario Breitenmoser im Fünfmeterraum mit der Hand ab und Bonderer verwandelte den Elfmeter zum 2:0 für Ems. Dann zielte auf der Gegenseite Laurin Inauen darüber und einen zweiten Schuss hielt der Torhüter. Aber auch ein Einheimischer erzeugte zweimal Gefahr vor dem Innerrhoder Gehäuse, wobei wahrscheinlich einmal aus einer Abseitsposition. Weiter schoss Lukas Haas ins Seitennetz. Abschlüsse von Roger Müller und Marco Hörler führte zu Eckbällen. Appenzell gab nicht auf und Laurin Inauen hatte in der 71. Minute Pech mit einem Kopfball an die Latte. Dann wehrte auch Pascal Albrecht einen Ball zur Ecke. In der 77. Minute sah es klar danach aus, dass der einheimische Torhüter den Innerrhoder Lukas Haas knapp innerhalb des Strafraumes zurückhielt. Doch der Schiedsrichter sah dies anders und verweigerte den Gästen den erwarteten Elfmeter. In der 84. Minute erzielte Cruder bei einem Angriff über links mit einem herrlichen Schuss das 3:0 für Ems. Damit war die endgültige Entscheidung gefallen. In der 86. Minute sah Roger Müller noch einen Schuss aus kurzer Distanz abgewehrt. In der 91. Minute fiel dann mit einem Schuss aus 35 Meter unter die Latte durch Bucher noch das 4:0 für die Einheimischen.
Positive Energie notwendig
In der Tabelle liegen die Innerrhoder nun auf dem drittletzten Rang, wobei aber erst fünf von 22 Runden gespielt sind. Für Sportchef Roger Zürcher müssen die Spieler nun Miteinander aus der Misere finden und dafür brauche es eine positive Energie eines jeden Einzelnen. Und dafür sei schon im Training voller Einsatz notwendig mit einem möglichst lückenlosen Besuch. Und dies gleich beim ersten Training nach diesem Spiel, führte er nach der Partie mit klaren Worten gegenüber den Akteuren aus. Weil die Innerrhoder im Cup ausgeschieden sind, bestreiten sie erst in zwei Wochen in Steinach das nächste Meisterschaftsspiel.
Appenzell spielte mit: Pascal Albrecht; Tim Signer; Marco Hörler, Silvan Pracht, Mario Breitenmoser (ab 61. Minute Andreas Sonderer); Kushtrim Rexhepi, Roger Müller, Mauro Fässler (ab 61. Minute Manuel Fässler); Dimitri Wyss (ab 46. Minute Ivan Kuhac), Lukas Haas, Laurin Inauen (ab 77. Dimitri Wyss).