Ein Remis gegen Brühl welches sich für FC Appenzell 3. Liga wie ein Sieg anfühlt
Ein Remis gegen Brühl welches sich für FC Appenzell 3. Liga wie ein Sieg anfühlt
Spiele welche 0:0 ausgehen, können auch langweilig verlaufen sein. Dies traf aber auch die 3. Liga-Partie zwischen Appenzell 1 und Brühl 2 am Sonntagnachmittag auf Schaies nicht zu. Das Spiel verlief sehr engagiert, kämpferisch, abwechslungsreich aber sehr fair. Beide Mannschaften suchten die Offensive und kreierten auch Chancen. Auch wenn das um den Aufstieg kämpfende Brühl etwas mehr vom Spiel hatte, fühlt sich der Punktgewinn für den FC Appenzell wie ein Sieg an. Die Innerrhoder fighteten mit Herz und Leidenschaft.
Die Innerrhoder boten eine tolle Mannschaftsleistung. Jeder Akteur ging für jeden von der ersten bis zur letzten Sekunde. Die Spieler machten das was sie sich und das Trainerteam vorgenommen hatten. Sie verteidigten mit einem starken Torwart gut und setzten immer wieder Nadelstiche nach vorne, wenn auch der krönende Abschluss fehlte. Schade, dass eine solche engagierte Leidenschaft nicht auch in etlichen vergangenen Spielen möglich war, die bekanntlich oft ohne Zählbares ausgingen. Wie vor einer Woche in Widnau kam es aber am letzten Sonntag mit je einem Punkt zu einer Teilbelohnung. Der gut leitende Schiedsrichter Luman Kader aus St.Gallen kam in der fairen Partie ohne eine einzige Karte aus. Da die Innerrhoder-Abwehr die Gäste des Öfteren ins Abseits liefen liess, war auch der Unparteiische hier besonders gefordert.
Appenzell spielte mit
Brühl erspielte sich rasch einen ersten Eckball und in der 4. Minute rettete der gut mitspielende Torwart Manuel Hofer erstmal herauslaufend. Nur sechzig Sekunden später feuerte Kushtrim Rexhepi erstmals in Richtung Tor der St.Galler. Dann war die Reihe wieder am erfolgreichen einheimischen Keeper. In der 32. Minute schoss der Brühler Markus Linke an die Latte. Hier wäre der Torwart chancenlos gewesen. Anschliessend hielt er aber wieder im Nachfassen. In der 36. Minute rettete der Gästetorwart Christoph Gschwend vor dem herausbrausenden Lukas Haas. Als der einen gut Tag erwischende Marko Jurkic Luca Hörler für einen Schuss bediente, konnte sich der Gästekeeper erneut auszeichnen. Noch vor der Pause zielte der St.Galler Elia Gächter knapp daneben. Obwohl Brühl sich in der ersten Hälfte etwas mehr Möglichkeiten erarbeitete, spielte Appenzell gut mit.
Hin und Her
Appenzell kam für Hälfte zwei gut aus der Kabine. Ein scharfer Schuss des eingewechselten Dimitri Wyss fand das Tor nicht ganz und dann führte ein Versuch von Laurin Inauen zu einem Eckball. Dann wehrte auf der anderen Seite wiederum Manuel Hofer. In der 55. Minute setzte Lukas Haas Dimitri Wyss ein, der mit seinem Schuss nur sehr knapp verfehlte. Die Partie ging hin und her. Einen Schuss von Luan Veselji lenkte der Appenzeller Torwart zur Ecke. Nach einer Stunde erzeugte Appenzell nach einem Corner ebenfalls Gefahr vor dem Gästetor. Bei einem gefährlichen Durchbruch der Gäste rettete Marko Jurkic souverän zur Ecke. In der 70. Minute wurde ein Tor der St.Galler wegen Offside annulliert. In der 79. Minute warf sich Marko Jurkic - fast wie ein Eishockeyspieler - in einen Schuss der Gäste und verhinderte so ein mögliches Gegentor. Nach einem Eckball für die Einheimischen traf Damian Moser den Ball in aussichtsreicher Position nicht richtig. In der Nachspielzeit klärte nochmals Marko Jurkic in Corner und der wieder eingewechselte Leon Keller rettete vor der Linie. Den letzten Schuss auf ein Tor gab aber Ivan Kuhac auf ein Zuspiel von Jonathan Regli ab, den der Torhüter aber ebenfalls hielt. Nach diesem 0:0 liegt Appenzell auf Rang sechs und spielt nächsten Samstag um 17.00 Uhr beim neunrangierten Montlingen 2.
Rebstein "siegte" ohne zu spielen
Einen Tag nach dem Sieg im Final des Osterschweizer Cup - der übrigens vom Innerrhoder Schiedsrichter Patrik Baumann geleitet wurde - hatte 3. Liga-Tabellenführer Rebstein nochmals Grund zur Freude. Dies weil ebenfalls Appenzell dafür sorgte, dass Brühl zwei Zähler liegen liess, wofür der Rheintaler-Trainer dem Innerrhoder-Trainer Marco Pola und besonders der Mannschaft gratulierte. Damit hat Rebstein die Möglichkeit morgen Mittwoch mit einem Heimsieg gegen Labinoti den Aufstieg in die 2. Liga zu fixieren.
Appenzell spielt mit: Manuel Hofer; Damian Moser, Tim Signer, Marco Hörler (ab 78. Minute Mario Breitenmoser), Marko Jurkic (ab 95. Minute Leon Keller); Michael Dörig (ab 42. Minute Dimitri Wyss), Leon Keller (ab 87. Minute Ivan Kuhac), Luca Hörler (ab 72. Minute Jonathan Regli), Kushtrim Rexhepi; Laurin Inauen (ab 56. Minute Roger Müller), Lukas Haas.