Infos

News

23. September 2019

Wer die Tore nicht schiesst, bekommt sie

FC Appenzell 3. Liga musste gegen Teufen mit 0:2 (0:1) Platz als Verlierer verlassen

Beim Trainer und der Mannschaft des FC Appenzell ist die Enttäuschung gross. Die Innerrhoder konnten auf Schaies ihre Chancen gegen ein effizientes und gutes Teufen nicht nutzen und verloren mit 0:2 (0:1).

 

Aus Sicht von Trainer Patrik Lenzi hat seine Mannschaft eine gute Leistung gezeigt, und das Spiel und (einen guten) Gegner mehr oder weniger im Griff und hätte zur Pause mindestens 2:1 führen müssen. Das Teufen trotzdem einige gute Offensivaktionen verzeichnete, ist normal. Eine Mannschaft mit qualitativ so guten Einzelspielern kann man nicht über 90 Minuten "abstellen" bzw. keine Gelegenheiten zulassen. Der Unterschied war, dass die Ausserrhoder ihre Möglichkeiten nutzten. Dies im Gegensatz zu Appenzell bei welchem die Kaltblütigkeit fehlte, die erspielten Möglichkeiten zu verwerten. Und wie ein Sprichwort so schön sagt "wer die Tore nicht schiesst, der bekommt sie", vor allem von einer Mannschaft mit der Qualität wie der FC Teufen. Ein weiterer Schwachpunkt war der letzte Pass bzw. viele unnötige Bälle ins Nirgendwo. Bei Teufen stand mit Hans Höhener ein guter Keeper im Tor, welcher mit seiner Familie von Gais nach Appenzell gezogen ist und auch als versierter Trainer bei den F-Junioren der Innerrhoder wirkt. Und bei den Ausserrhodern stand mit Mirnes Mujkanovic ein Spieler auf dem Feld, welcher einen grossen Teil seiner bisherigen Juniorenzeit bei den Innerrhodern absolvierte.

 

Die Einheimischen starteten offensiv. Die erste gefährlichere Aktion hatten dann aber die Gäste zu verzeichnen, als Lukas D'Olif einen Freistoss zur Seite abwehren musste. Auf der anderen Seite wurde ein Freistoss von Jonas Signer vom Gästetorwart ebenfalls gehalten. In der 21. Minute verzeichneten die Einheimischen ihre erste grosse Chance, als der Gaiser Roman Neuländner - der vorher bei Teufen und Bühler spielte - von rechts auf den bravorös abwehrenden Gästetorwart zulaufen konnte. Und nach einer knappen halben Stunde, verzeichneten die Innerrhoder nochmals eine sehr gute Möglichkeit, aber der Ball ging aus aussichtsreicher Position neben das Gehäuse. Nach gut 30 Minuten konnte Lukas D'Olif nach einem Eckball und einem Ball aus kurzer Distanz die Hände hoch reissen und klären. Zwei Minuten vor dem Pausentee reklamierten die Ausserrhoder auf der rechten Seite zuerst vergeblich vehement ein Foulspiel. Trotzdem gelangte der Ball in die Mitte, wo Roman Ehrbar aus kürzerer Distanz Lukas D'Olif bezwingen konnte, welcher das Spielgerät noch fast gehalten hätte. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte zielte nach einer schönen Kombination der Einheimischen Lars Manser aus rund 20 Meter knapp daneben.

 

Gleich nach Wiederbeginn wurde ein Versuch eines Einheimischen zur Ecke gelenkt. In der 48. Minute konnte Lukas D'Olif zuerst herauslaufend abwehren und dann wehrte Raphael Breu - der einige Minuten später um eine Auswechslung bat - einen scharfen Schuss auf das leere Gehäuse mit dem Kopf ab. Allerdings aus einer Abseitsposition startend, sah auch Jonas Signer seinen Versuch vom Torhüter nach vorne abgewehrt. In der 53. Minute wollte ein Gästespieler einen Freistoss rasch ausführen und traf den Schiedsrichter mit voller Wucht unbeabsichtigt am Kopf, sodass dieser während vier Minuten gepflegt werden musste, aber dann weiter arbitrieren konnte. Bei einer gefährlichen Flanke der Einheimischen hatte der Gästetorwart seine liebe Mühe. Aber auch auf der anderen Seite wehrte Lukas D'Olif einen Knaller ab. Applaus vor wohl rund 150 Zuschauern erhielt in der 65. Minute Lars Manser nach einem Sololauf, der aber nichts Zählbares einbrachte und auf der anderen Seite wehrte Lukas D'Olif ein gefährliches Geschoss zur Ecke und blieb in der 72. Minute auch im 1:1 gegen einen Gästeakteur siegreich. 120 Sekunden später war der Gästetorwart zur Stelle, als der nach seiner Rückkehr erstmals eingewechselte Sepp Peterer auf ihn los zog. Als Lars Manser von Beinen geholt wurde, landete der Freistoss erneut in der Mauer und auch etwas später traf Jonas Signer das Tor nicht. Als Abwehrspieler Roger Fässler in der 84. Minute Raphael King Platz machte, spielte dieser im Mittelfeld und Appenzell forcierte die Offensive. Somit gelangten auch die Gäste wieder vermehrt zu Möglichkeiten und als in der 87. Minute Lukas Kern auf der linken Seite durchbrach, hiess es durch einen Schuss aus spitzem Winkel 0:2. Noch gaben sich die Platzherren nicht geschlagen und nach einer Kombination über rechts lenkte der Ausserrhoder Hüter den Drehschuss von Sepp Peterer bravorös über die Latte. Ein weiterer Schuss von Lars Manser wurde gehalten, wie auch ein Nachschuss von Raphael King über das Gehäuse flog. Auch ein Schuss von Michael Büchler wurde zur Ecke gelenkt, Mirnes Mujkanovic traf für Teufen noch den Pfosten und zielte anschliessend noch knapp daneben. Appenzell reist nun am nächsten Samstag zum FC Steinach.

 

FC Appenzell spielte mit: Lukas D'Olif; Lorenz Keller, Roger Fässler (84’ Raphael King), Florian Dörig, Raphael Breu (67’ Mario Breitenmoser), Sokol Shabani, Michael Dörig (81’ Fabian Koller), Lars Manser, Jonas Signer (C), Simon Baumann (76’ Büchler), Roman Neuländner (68’ Sepp Peterer).