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11. September 2017

Sieg hart erkämpft und verdient drei Punkte geholt

Die 3. Liga-Mannschaft des FC Appenzell musste sich am Samstag bei Dauerregen auf dem Kunstrasenplatz gegen ein fussballerisch und technisch gutes Besa den 5:2 (1:0) Sieg hart erkämpfen, gewann aber schlussendlich verdient. Nach allerdings erst vier Partien hat Appenzell damit in der Tabelle einen Sprung vom achten auf den vier Rang gemacht.

 

Nebst der Partie gegen Rebstein war dies wohl die beste Leistung der Innerrhoder in der bisherigen Meisterschaft. Trainer Patrik Lenzi warnt aber davor, dass auch mit diesem Sieg zur richtigen Zeit gesamthaft noch nichts gewonnen ist. "Wir müssen weiter hart arbeiten und besser werden. Als nächstes müsste einmal ein Spiel ohne Gegentore beendet werden". Trotzdem waren der Einsatz und das Bemühen im Defensivverhalten von der ganzen Mannschaft eindrücklich. Ein sicherer Rückhalt war einmal mehr Torhüter Martin Prekop. Aus Sicht des Trainers war aber zumindest teilweise zu wenig Bewegung im Spiel. Dadurch ging der Ball relativ schnell wieder verloren und es kam zu Fehlpässen. Dieses Manko hat die Mannschaft aber mit sehr viel Kampf und Einsatzbereitschaft wettgemacht. In der zweiten Halbzeit gelang es etwas besser, den Ball in den eigenen Reihen zu halten. Trotz den Anschlusstreffern der Gäste zum 2:1 und 3:2 spielten die Einheimischen ruhig weiter und hatten den technisch guten Gegner mit zwei bis drei gefährlichen Spielern gut im Griff. Auch die recht zahlreichen Zuschauer aus Innerrhoden und St.Gallen sahen, dass bei Appenzell jeder für jeden kämpfte und nie aufgab. Die einheimische Mannschaft zeigte sich als Einheit. Mit drei Treffern Differenz fiel allerdings der Sieg entsprechend dem Spielverlauf zu hoch aus, denn zwei Tore fielen ja erst in den letzten Minuten.

 

Tore mit Schüssen ausserhalb Strafraum

Bereits in der 3. Minute kamen die Platzherren zum vermeintlichen Führungstreffer, als nach einer weiten Vorlage von Damian Moser David Köppel aus rund 25 Meter ein Tor erzielte, welches aber wegen einer angeblichen aber nicht vorhandenen Abseitsposition annulliert wurde. Dies war aber wohl der einzige Irrtum des guten Schiedsrichters aus dem Zürcher Oberland. Applaus gab es für gute aber gehaltene Schüsse von Simon Baumann und Raphael Koch. Nachdem die Einheimischen zu Beginn überlegen waren, kamen die Gäste so nach zehn Minuten etwas besser ins Spiel und die Partie verlief nun ausgeglichen. Nach 17 Minuten konnte Martin Prekop einen scharfen Schuss aus rund zehn Meter abwehren und danach gleich nochmals glänzen. Fünf Minuten später wehrte der gegnerische Torhüter einen Schuss von Lars Manser nach vorne ab, der Nachschuss von Raphael Koch prallte an der Abwehr ab, und auf der anderen Seite hielt der einheimische Keeper zweimal. Beim Führungstreffer der Einheimischen in der 44. Minute wurde endlich einmal der Abschluss ausserhalb des Strafraums gesucht. Lars Manser erwischte mit einem scharfen Flachschuss aus rund 25 Meter den unglücklich aussehenden Besa-Torwart zum 1:0 Pausenstand. Die Gäste kamen mit etwas mehr Power aus der Kabine und Martin Prekop hatte einen gefährlichen Cornerball mit der Faust zu klären. In der 51. Minute fiel aber das 2:0 für die Appenzeller, als Raphael Koch aus gut 25 Meter ins rechte Eck traf. Nur drei Minuten später verkürzten die Gäste mit einem Schuss ins linke Eck zum 2:1 Anschlusstreffer. Dann lenkte Martin Prekop einen Ball knapp neben den Pfosten zur Ecke und ein Schuss strich knapp am anderen Pfosten vorbei. In der 65. Minute lancierte Damian Moser Raphael Koch, welcher im gegnerischen Strafraum klar gefoult wurde. Den Elfmeter verwandelte Simon Baumann sicher zum 3:1. Als in der 71. Minute nach einem Eckball der einheimische Torwart beim Herauslaufen nicht an den Ball kam, verkürzten die Gäste mit einem Kopfball auf 3:2. Wiederum suchten die St.Galler den Ausgleich und Martin Prekop wurde angeschossen. In der 88. Minute erlief der eingewechselte Marko Jurkic in seinem ersten Meisterschaftsspiel in der 1. Mannschaft in einen Rückpass der Gäste und konnte das umjubelte 4:2 erzielen. Nach einer gefährlichen Aktion von Besa kam es in der 93. Minute noch besser für die Einheimischen. Tizian Keller bediente von rechts Markus Jurkic, welcher das 5:2 markierte. Nach einer gelbroten Karte gegen einen Besa-Spieler sah Damian Moser seinen Versuch von einem Verteidiger knapp vor der Linie abgewehrt.

 

Erstaunlich ist, dass eine so gute Mannschaft wie Besa sich immer wieder mit unzähligen Reklamation und unschönen Bemerkungen auch von der Spielerbank mit dem Schiedsrichter anlegt, der sich davon aber nicht beeinflussen liess, vier Spieler verwarnte und einen vom Feld schickte. Schliesslich geht es in einem Fussballspiel „nur“ um eine der schönsten Nebensachen der Welt. Da nicht mehr im Cup vertreten, ist die 1. Mannschaft des FC Appenzell nächsten Samstag spielfrei.

 

Appenzell spielt mit: Martin Prekop; Damian Moser, Andrej Hörler, Raphael Breu (ab. 76. Min. Christian Sutter), Lorenz Keller, Jonas Signer, Simon Baumann, Silvano Eberle (ab 66. Min., Fabian Koller), Lars Manser (ab 86. Min. Tizian Keller), David Köppel, Rafael Koch (ab 78. Min. Marko Jurkic).