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05. Oktober 2020

Schmerzvoller Nachgeschmack beim Cupsieg der FCA Frauen

Als besseres Team gewannen die Damen des FCA beim Zweitligisten Renens mit 2:1 (0:0)

Durch den Schien- und Wadenbeinbruch von Larissa Mazenauer hat der 2:1 Cupsieg der Innerrhoder FCA Frauen im Schweizer-Cup in Renens einen sehr bitteren Nachgeschmack.

 

Die Innerrhoderinnen konnten nur mit einer einzigen Auswechselspielerin ins waadtländische Renens reisen und legten mit dem Bus 636 km zurück. Das Spiel verlief sehr körperbetont, wobei aus Sicht der Appenzeller der Ref die Partie etwas gar einseitig leitete.

 

Torlose 45 Minuten

In den ersten Minuten kam es kaum zu nennenswerten Tormöglichkeiten. Dafür auf beiden Seiten zu etlichen Fehlpässen. Appenzell musste sich auf dem eher kleinen Platz zuerst zu Recht finden. Der gewohnte Spielaufbau über die Seiten klappte noch nicht wie gewohnt. Schüsse von Larissa Mazenauer und Barbara Dorsa brachten keinen Erfolg. Nach einer guten halben Stunde startete eine Waadtländerin aus abseitsverdächtiger Position, schoss aber neben das Gehäuse. Appenzell gelangte nun zu mehr Spielanteilen und suchte auch das Spiel in die Tiefe. Mit einem 0:0 gings aber in die Pause.

 

Unglückliches Ende trotz zwei Toren

Bei starkem Gegenwind wehrte die einheimische Torhüterin nach einem Eckball von Aline Schiegg in extremis ab. Vor dem gegenüberliegenden Tor musste Adriana Hörler zum Eck-ball klären. Torfreude dann in der 62. Minute. Bei einem Seitenwechsel spielte Corinne Schiegg einen langen Ball zu Melissa Schenk am Flügel. Ihr Zuspiel in die Mitte erreichte Barbara Dorsa, welche die "Kugel" in die Schnittstelle der gegnerischen Verteidigung weiterleitete. Dort überlupfte Joèlle Mazenauer die einheimische Torhüterin. Nach dem Führungstreffer für die Gäste folgte eine etwas hektischere Phase der Appenzellerinnen. Das ruhige Spiel wurde wieder gesucht. Die Abwehr der welschen Equipe stand aber gut. In der 72. Minute hatte die Innerrhoder Torhüterin einen gefährlichen Eckball weg zu fausten und Corinne Schiegg brachte den Ball mit dem Kopf definitiv aus der Gefahren-zone. 60 Sekunden später brachte ein fragwürdiger Penalty den Ausgleich für Renens. In der 78. Minute eroberte sich "Wirbelwind" Joèlle Mazenauer den Ball in der Mitte, lief durch, schoss aber in die Hände der einheimischen Hüterin. Zwei Freistösse auf jeder Seite brachten keine Resultatänderung. In der 84. Minute dann die resultatmässige Erlösung. Nach einem Einwurf für die Innerrhoderinnen spielte Barbara Dorsa in die Mitte. Dort zirkelte Adriana Hörler den Ball aus ca. 20 Meter ins rechte Eck zum 2:1 für Appenzell. Rund drei Minuten vor dem Ende liefen Larissa Mazenauer und eine gegnerische Akteurin auf den Ball zu und dieses gleichzeitige Zusammentreffen ohne Foulspiel führte zum Beinbruch der Spielerin aus Haslen, welcher eine Überführung mit der Ambulanz in ein Spital nach Lausanne notwendig machte. Das ganze Team und die FCA Familie sind in Gedanken bei ihr und wünschen eine gute Heilung.

 

Nach dem Sieg in der 2. Hauptrunde im Schweizercup treffen die Innerrhoder am 8. November im Achtelfinal auf Balerna, welches ebenfalls in der 1. Liga spielt. In der Meisterschaft geht es für sie am Mittwoch, 14. Oktober mit einem Heimspiel gegen Bühler weiter. Zu hoffen ist, dass bis dann einige verletzte Spielerinnen wieder ins Kader zurückkehren können.

 

Appenzell spielte in Renens mit: Anna Frei; Brigitte Koster, Sabrina Niederer, Corinne Schiegg, Fabienne Weissinger; Adriana Hörler, Aline Schiegg, Melissa Schenk, Larissa Mazenauer (ab 105. Min. Chiara Lardelli); Barbara Dorsa, Joèlle Mazenauer.