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05. April 2021

Damen des FC Appenzell stehen im Viertelfinal des Schweizer-Cups

Innerrhoderinnen legten Balerna drei "Eier" ins Osternest und gewannen verdient mit 3:1 (3:0)

Nach dem Cupsieg hatten die Innerrhoder Frauen des FC Appenzell gut lachen.

Der 3:1 (3:0) Erfolg des FC Appenzell im Schweizer-Cup Achtelfinal gegen das im Vorfeld eher favorisierte Balerna darf als verdient bezeichnet werden. Nach einem Blitzstart erspielten sich die Einheimischen über das gesamte Spiel gesehen mehr und bessere Chancen. Am ursprünglichen Landsgemeinde-Wochenende trifft Appenzell im Viertelfinal auf einen Gegner aus der "Woman’s Super League" oder der Nationalliga B.

 

Von insgesamt 21 Akteurinnen verfügte Appenzell bei dieser Partie wegen Beruf, Verletzungen und Abwesenheiten über 13 Spielerinnen. Auch die Gäste waren ersatzgeschwächt und wirkten gegenüber der in Appenzell im Herbst 20 klar gewonnenen Meisterschaftspartie dieses Mal körperlich nicht mehr überlegen. Die Innerrhoderinnen der Trainer Juan und Bruno Isler waren taktisch wiederum gut eingestellt, und konnten im Vergleich zu den Vorbereitungsspielen dies auch gut umsetzen. Appenzell spielte gegenüber früher etwas defensiver.

 

Drei Treffer in der ersten Hälfte

Einen ersten Schuss gab Joèlle Mazenauer nach sechs Minuten in die Hände der Torhüterin ab. In der 14. Minute kämpfte sich dann Joèlle Mazenauer durch zwei Abwehrspielerinnen und traf wunderschön in die weite Ecke zum 1:0. Nur 180 Sekunden weiter gelangte nach einem Eckball und einer Flanke von Corinne Schiegg via Pfosten der Ball zu Brigitte Koster, welche knapp vor der Torlinie zum 2:0 einschieben konnte. Anschliessend zielte dieselbe Akteurin knapp daneben. Balerna fand bei zwei halbwegs guten Möglichkeiten das Ziel nicht. Nach einem Postenschuss der einheimischen Barbara Dorsa liess in der 37. Minute Nadine Fässler nach einem Zuspiel von Fabienne Weissinger an der Seitenlinie zwei Tessinerinnen stehen, zog in die Mitte und traf aus 15 Meter über die Torhüterin zum 3:0 ins lange Eck zur klaren und verdienten Pausenführung. Appenzell wirkte vor allem bei flachen Zuspielen in die Tiefe gefährlich. Und so legten die Einheimischen den Gästen in den ersten 45 Minuten drei "Eier" ins Osternest. Balerna agierte mit langen, hohen Bällen, welche aber durch die einheimische Abwehr jeweils entschärft werden konnten.

 

Gegnerische Druckphase gut gemeistert

Nach der Pause erhöhten die Tessinerinnen den Druck auf das einheimische Tor und kamen ihrerseits zu einigen Möglichkeiten. In der 53. Minute klärte Keeperin Anna Frei ausserhalb des Strafraumes direkt in die Füsse einer Gegnerin, aber Fabienne Weissinger klärte vor der Linie. In einer Druckphase der Tessinerinnen konnte mit vereinten Kräften der Einheimischen ein Gegentreffer verhindert werden. In der 66. Minute kamen aber die Innerrhoderinnen zu einer Grosschance, aber die gegnerische Torhüterin konnte nach einem Querpass von "Bibo" Dorsa den anschliessenden Schuss aus rund sieben Meter von Nadine Fässler abwehren. In der 68. Minute gelangte dann aber Balerna zum 3:1. Das Tor fiel allerdings aus klarer Abseitsposition, was am Ende des Spiels auch der sonst recht gut leitende Unparteiische - welcher früher bei den Herren 1. Liga arbritierte - aus Pfäffikon ZH einsah. Die Appenzellerinnen liessen sich nicht aus dem Konzept bringen. Melissa Schenk traf in der 78. Minute nur die Latte. In der Nachspielzeit kam der SC Balerna nochmals zu einer gefährlichen Möglichkeit, jedoch landete auch dieser Ball nur am Aluminiumgehäuse. Dies war die letzte Aktion auf dem Sportplatz Wühre und der FC Appenzell zieht ins Viertelfinale ein. Die Auslosung dazu findet morgen Dienstagnachmittag statt. Vom Spiel gegen Balerna ist auf TV Marga über die Links www.youtube.com/watch?v=6SvyNtjYVNk oder www.youtube.com/c/MargaTV eine siebenhalbminütige Zusammenfassung zu sehen.

 

Appenzell spielte mit: Anna Frei; Salome Rohner, Vanessa Keel, Corinne Schiegg (ab 59. Min. Melissa Schenk), Fabienne Weissinger; Brigitte Koster, Adriana Hörler, Chiara Lardelli, Nadine Fässler; Joèlle Mazenauer (ab 73. Min. Aline Schiegg), Barbara Dorsa.