Infos

News

05. Oktober 2020

Chancenverhältnis entspricht nicht Resultat

FC Appenzell 3. Liga holte sich gegen Widnau 2 mit einem 2:2 1:1) "nur" einen Punkt

Trotz einer klaren Leistungssteigerung geben über der letzten Partie reichte es Appenzell 1 gegen die Reserven von Widnau nur zu einem 2:2 (1:1) Unentschieden. Die Innerrhoder verzeichneten rund 15 Tormöglichkeiten, gegenüber einem halben Dutzend der Rheintaler.

 

Nach starken Niederschlägen am Samstagvormittag mit Wasser auf dem Platz im Schaies musste die Partie am Mittag begreiflicherweise auf den Kunstrasen Wühre verlegt werden. Um 16. 00 Uhr herrschte allerdings stahlblauer Himmel, was für Spieler und Zuschauer sehr angenehm war. Die Gäste traten übrigens kaum mit Spielern aus der 1. Mannschaft an.

 

Tormöglichkeiten im Minutentakt

In den ersten 20 Minuten gelangten beide Equipen noch nicht so recht in Fahrt. Jonas Signer, Sepp Peterer und Lars Manser fanden das gegnerische Tor noch nicht. In der 27. Minute konnte ein Innerrhoder Innenverteidiger einen Widnauer nicht an einem Schuss hindern, aber Torhüter Lukas D'Olif klärte mit einer Superparade zur Ecke. Trainer Alexandro Isler forderte von seiner Truppe, dass sie jeweils schneller umschaltet. Nach einer halben Stunde wurde auf der rechten Innerrhoder Abwehrseite nach einem Freistoss der stark spielende Alban Lufi zu wenig eng gedeckt, und Appenzell lag mit 0:1 zurück. Nach mehreren Torschussversuchen der Gäste konnte sich Innenverteidiger Andrej Hörler in die Schussbahn werfen. In der 35. Minute durften dann die Einheimischen jubeln. Der linke Aussenverteidiger Marco Inauen liess mehrere Gästespieler aussteigen und schoss zum 1:1 Ausgleich ein. Dann folgten Tormöglichkeiten für die Appenzeller fast im Minutentakt. Lars Manser traf mit einem Schuss von links den Pfosten, ein Kopfball eines Einheimischen flog darüber, Lars Manser sah seinen Schuss vom sehr guten Gästetorwart abgewehrt und scheiterte wenig später erneut am Keeper, welcher in der 42. Minute auch einen Schuss von Jonas Signer hielt, Jonas Signer und Sepp Peterer brachten den Ball auch nicht am Torhüter und an der Abwehr vorbei und auch ein weiterer Innerrhoder fand im Widnauer-Keeper seinen Meister. Eigentlich hätten die Appenzeller schon hier alles klar machen können (müssen).

 

Starker Gäste-Torwart

Nach einer Möglichkeit der Rheintaler powerten die Platzherren weiter. Lars Manser und Fabian Koller konnten den Torwart erneut nicht bezwingen. Als Marco Inauen erneut durchbrach, wurde er unsanft von den Beinen geholt, aber der Widnauer sah nur eine gelbe statt möglicherweise auch eine rote Karte. Jonas Signer lenkte einen Ball elegant an einem gegnerischen Spieler vorbei, schoss aber danach aus aussichtsreicher Position daneben. Auf der Gegenseite trennte Raphael Breu einen Widnauer elegant vom Leder. Wiederum stand der Gästetorwart im Mittelpunkt. Zuerst verschuldete er einen für die Innerrhoder nichts eingebrachten Freistoss aus 17 Meter und konnte dann gegen Florian Dörig klären. Der unbändige Kampfgeist der Innerrhoder wurde dann in der 69. Minute mit dem Führungstreffer belohnt. Eine Flanke von Fabian Koller lenkte Raphael King mit dem Kopf zu Lars Manser weiter, welcher zum 2:1 einschoss. Neun Zeigerumdrehungen später konnte der ebenfalls fehlerfrei gespielte Lukas D'Olif nach einer unglücklichen Aktion von Andrej Hörler einen Rheintaler nur mit einem Foul an einem Tor hindern und Giuliano Lamorte glich per Elfer zum 2:2 aus. Gegen die scheinbar etwas müde gewordenen Innerrhoder witterten die Gäste Morgenluft und befanden sich nun mehrheitlich in der Platzhälfte der Einheimischen. Vorgängig wehrte aber nochmals Gästekeeper Murat Karabulut einen Versuch von Lars Manser ab. In der hektischer gewordenen Schlussphase konnte sich aber auch Widnau keine erfolgsversprechenden Tormöglichkeiten mehr erarbeiten und es blieb beim Remis.

 

In der Tabelle bleiben sowohl Appenzell auf den Rängen sechs und Widnau auf acht. Appenzell tritt nächsten Sonntag auswärts beim Tabellenführer Dardania St.Gallen an.

 

Appenzell spielte gegen Widnau mit: Lukas D'Olif; Andrej Hörler, Raphael Breu (ab 78. Min. Leon Keller), Marco Inauen (ab 66. Min. Marvin Schneider), Marvin Schneider (ab 46. Min. Lorenz Keller); Florian Dörig, Michael Dörig (ab 88. Min. Sokol Shabani), Fabian Koller (ab 68. Min. Simon Baumann); Jonas Signer, Lars Manser; Sepp Peterer (ab 68. Min. Raphael King).